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Naturwissenschaftlicher Verein zu Bremen:
Zum Verein - Geschichte |
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Der Naturwissenschaftliche Verein – heute und damals |
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Der Naturwissenschaftliche Verein zu Bremen wurde am 17. November 1864 gegründet. Er war maßgeblich an der Gründung des heutigen Bürgerparks, des Übersee-Museums und bei der Einrichtung der Moorversuchsstation Bremen beteiligt. Der Naturwissenschaftliche Verein zu Bremen dient ausschließlich und unmittelbar wissenschaftlichen Zwecken und ist lt. Bescheid vom FA Bremen-Mitte von der Körperschaftssteuer freigestellt. |
| Zeichnung: Helm-Azurjungfer |
| Botanik, Zoologie, Biogeographie und/oder Geologie gehören zu Ihren Interessensgebieten? Sie möchten sich über die naturkundliche Forschung in Nordwestdeutschland informieren oder diese fördern? Dann wenden Sie sich an uns, besuchen Sie unsere Veranstaltungen und Arbeitsgruppen und/oder unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine Mitgliedschaft im NWV! |
Ziele des NWV |
| Bereitstellung naturwissenschaftlicher Grundlagenkenntnisse als unverzichtbare Basis des Schutzes von Natur und Landschaft. | ||
| Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse durch Veranstaltungen und Veröffentlichungen. | ||
| Förderung naturwissenschaftlicher Forschungen, insbesondere in Nordwestdeutschland. |
| Was bietet Ihnen der NWV? |
| von April bis Oktober Exkursionen in Nordwestdeutschland mit botanischen, zoologischen und geologischen Zielen. | ||
| im Winterhalbjahr eine umfangreiche Vortragsreihe zu aktuellen regionalen und globalen Forschungsthemen. | ||
| Arbeitskreise zu verschiedenen Themen. | ||
| Mitglieder erhalten kostenlos die Abhandlungen des Vereins. |
Neue Entwicklungen Der Auf- und Ausbau von Universität, Forschungsinstituten und Fachhochschulen brachte mit vielen Wissenschaftler/innen und Studenten/innen eine neue Themenbreite in die Vereinsarbeit. Die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen und Vereinigungen in der Region wurde verstärkt, um aktiv zur Entwicklung der Wissenschaftsstadt Bremen beizutragen. Auf Initiative des NWV wird zusammen mit historischen und heimatkundlichen Vereinen und der Wittheit der Heimatpreis für Forschungsarbeiten zur Region vergeben, der Laienforschung ebenso wie Nachwuchsarbeiten fördert. |
| In den letzten Jahrzehnten bestimmten vor allem vier Entwicklungen die Aktivitäten des Vereines: |
| Die Arbeitsgemeinschaften, Arbeitskreise und Fachgesellschaften, vor allem im Bereich Biologie, prägen zunehmend die Vereinsarbeit. Selbständige Vortragsreihen und Exkursionen sind ein wichtiger Bestandteil des Vereinsprogrammes. | ||||||||||||||
| Die Gründung der Bremer Universität im Jahre 1971. Viele Wissenschaftler/innen und Studenten/innen sind Mitglieder im Verein geworden und gestalten aktiv die Vereinsarbeit mit. | ||||||||||||||
| Gefährdung der Umwelt, Landschaftszerstörung und der Rückgang vieler Pflanzen und Tierarten ließen das Engagement im Umwelt- und Naturschutz zu einem bedeutsamen Anteil der Vereinsarbeit werden. | ||||||||||||||
Der Zusammenarbeit
mit wissenschaftlichen Institutionen und Vereinigungen wurde besondere Aufmerksamkeit
zuteil, insbesondere:
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| Zeichnung: Helm-Azurjungfer |
| Zur "Vor"-Geschichte
des Vereins Schon um 1800 gab es in Bremen eine erste Blütezeit der Naturwissenschaften. Wissenschaftler, wie die Biologen Gottfried R. und Ludolf Chr. Treviranus, Albrecht W. Roth, Franz C. Mertens und Adam H. Norwich und die Astronomen H. Wilhelm Olbers, Johann H. Schroeter und Friedrich W. Bessel, lebten zumindest zeitweilig in oder bei Bremen und waren als hervorragende Forscher weit über Bremen hinaus bekannt und anerkannt. Als erste naturwissenschaftliche Vereinigung wurde 1776 eine "Physikalische Gesellschaft" gegründet. Es handelte sich um eine Lese-Gesellschaft, d.h. man las gemeinsam teure naturwissenschaftliche Bücher. Ziel dieser Vereinigung war es außerdem, ein Naturalien-Cabinet anzulegen. 1783 wurde diese Vereinigung in "Gesellschaft Museum" umbenannt. Sie war um 1800 der Mittelpunkt aller geistigen Interessen. |
| Aus
der "Früh"-Geschichte des Vereins bis 1900 |
| im Gründungskomitee des Vereins für die Bewaldung der Bürgerweide (Bürgerpark); | ||
| bei der Gründung des Städtischen Museums für Natur-, Völker- und Handelskunde (heute Übersee-Museum); | ||
| bei der Einrichtung und Verwaltung der Versuchsstation für Moor, Sumpf und Heide (später Moorversuchsstation, heute bodentechnologisches Institut des Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung); | ||
| bei der Durchführung der 63. Tagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte 1890 in Bremen. |
| Der Naturwissenschaftliche
Verein in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts In den Naturwissenschaften beginnt eine Zeit zunehmender Spezialisierung. Das Beschreiben und Beobachten findet eine wichtige Ergänzung durch Experimente. In Bremen erlebt die Laien-Forschung eine Blütezeit. Herausragende Forschungsleistungen, vor allem auf Spezialgebieten, finden überregionale Anerkennung. Sichtbare Zeichen sind die Verleihung der Würde eines Ehrendoktors an folgende Vereinsmitglieder: |
| Dr. h.c. Friedrich Hustedt - Lehrer in Bremen. Forschung an Kieselalgen (Diatomeen). | |||
| Dr. h.c. Walter Klie - Lehrer in Bremerhaven. Forschung über Kleinkrebse (Copepoden). | |||
| Dr. h.c. Otto Leege - Lehrer auf Juist. Ornithologe - Botaniker - Naturschützer. | |||
| Dr. h.c. Ernst Lemmermann - Lehrer in Bremen, später Mitarbeiter am Museum. Forschung über Algen und Pilze. | |||
| Dr. h.c. Heinrich Sandstede - Bäckermeister in Bad Zwischenahn. Flechten-Forscher. | |||
| Dr. h.c. Heinrich Schütte - Lehrer in Bremerhaven und dann in Oldenburg. Erforschte die Geschichte der Nordeemarschen. | |||
| Dr. h.c. Karl Heinrich Viets - Lehrer in Bremen. Milben-Forscher. | |||
| Dr. h.c. Carl Willmann - Lehrer in Bremen. Forschung über Bodenmilben. |
| Auch die politischen Ereignisse dieser Jahre haben die Entwicklung des Vereins beeinflußt. Das gilt insbesondere für die beiden Weltkriege, ferner für die Inflationszeit, in der der Verein sein Vermögen verlor, das ihm durch Stiftungen zugeflossen war, und auch für die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. Bereits im Dezember 1933 wurde mit einer Änderung der Satzung das "Führer-Prinzip" im Verein eingeführt, im März 1946 durch Beschluß der Mitglieder-Versammlung dann wieder aufgehoben. Bereits 1931 wurde die "Gesellschaft für Rassenhygiene" als Fachgesellschaft aufgenommen. Gerade in den Vorträgen dieser Fachgesellschaft wurde nationalsozialistisches Gedankengut propagiert. |
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NWV-Bremen, Stand: Okt. 2009 |